Alaska

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Alaska

Alaska (aleut. alyeska: großes Land) ist der flächenmäßig größte (ca. 20%) und nördlichste Bundesstaat der USA und die größte Exklave der Welt.

Alaska liegt als geographisch getrennter US-Bundesstaat im äußersten Nordwesten Nordamerikas. Es grenzt im Osten an das kanadische Yukon Territory, im Süden an den Golf von Alaska im Pazifischen Ozean, im Westen an die Beringsee und den Tschuktschensee und im Norden an die Beaufortsee im Polarmeer. Im Südwesten liegt die langgestreckte Inselkette der Aleuten und im südlichen Mittelteil die Berge der teilweise über 6000 m hohen Alaska Range zu der auch der Mount McKinley - mit 6193m der höchste Berg Nordamerikas - gehört. Im arktischen Norden erhebt sich die Brooks Range (bis 3.000 m). Die restlichen Gebiete sind von dicht bewaldeten Hügelländern und zahllosen Fjorden an der Küste gekennzeichnet.

Im Südosten liegt der Alaska Panhandle, ein schmaler Streifen entlang des Pazifiks, westlich vom kanadischen Britisch Columbia, der nur per Schiff/Flugzeug zu erreichen ist. Dort liegt auch die Hauptstadt Juneau.

Verkehr

Nur sehr wenige befestigte Straßen erschließen den riesigen Bundesstaat. Seit 1942 gibt es den Alaska Highway, der Alaska mit dem amerikanischen Festland verbindet. Ebenfalls von Bedeutung ist der Alaska Marine Highway, der zahlreiche Ortschaften entlang der Inside Passage ansteuert.


Geschichte

Gletscher auf Unimak IslandVor 22.000 bis 20.000 Jahren kamen die ersten Einwanderer aus Sibirien, als die Beringstraße noch nicht überflutet war. 1728 und 1729 reiste der dänische Forscher und Entdecker Vitus Bering (1680-1741) im Auftrag von Zaren Peter der Große vergeblich nach "Alaska". Am 4. Juli 1741 stachen Bering und der Russe Tschirikow erneut mit zwei Schiffen in See und suchten von Sibirien aus nach dem unbekannten Land. Am 16. Juli 1741 legte Bering vor Kodiak den Anker, wobei das zweite Schiff unter Tschirikow schon einen Tag früher ca. 600 km südlich die Küste erreicht hatte. Beide Schiffe waren bei einem Sturm auseinander gerissen worden. Auf der Rückfahrt musste das Schiff Bering's auf der später nach ihm benannten Insel anlanden, wo er am 8. Dezember 1741 verstarb. Der Rest der Besatzung kam im August 1742 in Sibirien an. Berings Grab wurde erst 1991 bei einer Expedition wieder gefunden. Ab 1745 ergründeten die Russen ihre spätere Kolonie Russisch-Alaska auf der Suche nach Seeottern und ihren wertvollen Pelzen. 1774-1779 kamen die Spanier vom Süden und 1776-1780 erforschte James Cook die Küste Alaskas. 1784 gründeten die Russen die erste Siedlung. George Vancouver erforschte 1791-1795 die Küsten Nordwest Amerikas genauer.


Sonnenuntergang in Alaska war für die aufstrebende Weltmacht Russland die einzige ÜberseeKolonie. Mehr als ein Jahrhundert stellte die nordamerikanische Halbinsel für Russland nur ein sehr weit entferntes Land dar (daher auch die ursprünglich russische Bezeichnung: Dalný Východ = Fernost), wo nur ein paar Trapper (Fallensteller), Pelzhändler und wenige russisch-orthodoxe Missionare tätig waren. Der einzige Weg dorthin von der damaligen russischen Hauptstadt Sankt Petersburg rund um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika dauerte mehr als ein halbes Jahr.

Mit der Zeit wurden die Pelztiere immer weniger und das Land für Russland immer unattraktiver. Die einheimischen Indianer gewannen allmählich ihr Land zurück. Um die Staatskasse nach dem verlorenen Krimkrieg wieder aufzufüllen, stimmte Zar Alexander II. einem Vertrag zu, den sein Botschafter in den USA, Baron Eduard von Stoeckl, am 30. März 1867 mit US-Außenminister Seward in Washington unterzeichnet hatte. Danach verkaufte das Zarenreich Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten. 1867 entdeckte man das erste Gold, was zum bekannten Goldrausch führte. Besonders die Goldgewinnung im Klondikegebiet von 1896 war bis etwa 1945 sehr wichtig. Anchorage

Am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der USA.
 

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