Istanbul

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Istanbul ist eine türkische Metropole am Bosporus und die einzige Stadt der Erde auf zwei Kontinenten. 2003 lebten im gesamten Ballungsgebiet dieser Stadt 18.521.000 Einwohner. Diese Weltstadt umfasst 5512 km² und ist somit neben der Einwohnerzahl auch flächenmäßig die größte europäische Stadt. Sie ist eine der ältesten noch bestehenden Städte der Welt.

Istanbul wurde um 660 v. Chr. von den Griechen gegründet und hieß zu jener Zeit Byzanz (griechisch. Byzantion). Nach dem Anschluss an das Römische Reich wurde Byzanz (lateinisch Byzantium) vom römischen Kaiser Konstantin I. auf das Fünffache vergrößert und 330 n. Chr. unter dem Namen Nova Roma (Neu-Rom) bzw. Konstantinopel (griechisch Konstantinoupolis, Stadt des Konstantin) Regierungssitz.

Von 395 bis zum Vierten Kreuzzug 1204 und von 1261 bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453 war Konstantinopel Hauptstadt des Oströmischen Reiches, das heute auch Byzantinisches Reich genannt wird.

Die Türken unter Fatih Sultan Mehmet nannten die Stadt nach der Eroberung Istanbul. Allerdings wird bis heute im griechischen Sprachbereich weiterhin Konstandinúpoli gesagt. Der Name Istanbul (im deutschen Sprachraum früher auch Stambul) leitet sich aus dem Griechischen is tim boli(n) ausgesprochen, ab, was in die Stadt bedeutet und sich der Legende nach als Aufschrift auf Wegweisern in der Umgegend der Stadt Konstantinopel fand; von den Türken wurde es als Name der Stadt verstanden. Jedoch ist diese Herleitung umstritten.

1923 verlor sie ihren Status als Hauptstadt der modernen Türkei an Ankara im zentralen Hochland Anatoliens.

1925 verbot Kemal Atatürk, der Gründer der Republik, die damals zahlreichen und mitgliederstarken Derwisch-Orden. Die meisten agierten anschließend im Geheimen, manche von ihnen haben noch in heutiger Zeit eine große Anhängerschaft. Um dem noch immer gültigen Verbot zu entgehen, treten diese aber meist als "Kulturvereine" auf.

1994 wurde der jetzige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan als Kandidat der weit rechts stehenden RP Refah Partisi Bürgermeister.

Ende 2003 wurde die Stadt von einer Serie verheerender terroristischer Anschläge auf Synagogen und britische Einrichtungen erschüttert; als Täter wurden Islamisten ausfindig gemacht.

· Der Topkapi Sarayi, ehemaliger Sultanspalast, heute Museum.

· Der Dolmabahe Sarayi, ehemaliger Sultanspalast, heute Museum. Im 19. Jahrhundert im neubarocken Stil erbaut.

· Der große Gedeckte Basar und der Ägyptische Basar.

· Das Goldene Horn mit der Grabmoschee des Prophetengefährten Ayub (Eyüp Camii).

· Die Hagia Sophia (Ayasofya Camii Müzesi), ehemalige Kathedrale des Patriarchen von Konstantinopel und wichtigste Kirche der östlichen Christenheit, später Moschee, heute Museum.

· Die Sultan-Ahmet-Moschee oder Blaue Moschee.

· Das Hippodrom.

· Die Sleymaniye-Moschee mit ihrem Stiftungskomplex.

· Die Beyazıit Camii an der Universität, die älteste Moschee der Stadt.

· Die spätbyzantinische Chora-Kirche (Kariye Camii).

· Die Zisterne ıçıYerebatan Sarnii.

· Das alte Europäerviertel Beyoğglu (Pera) mit den ehemaligen Botschaften und dem von den Genuesern errichteten Galata-Turm. Die 3 km lange İIstiklal Caddesi ist der Boulevard für Restaurants, éCafs, Kinos und Geschäfte aller Art.

· Die Theodosianische Landmauer, die Befestigungsanlage des alten Konstantinopel.

· Der Leanderturm (Kıiz kulesi) am Bosporus.

· Die Galata-Brücke und die Mehmet-Fatih-Brücke über den Bosporus.

· Yedikule, die Burg der sieben Türme.

· Die Prinzeninseln

İstanbul verfügt über zwei internationale Flughäfen und ist Endhaltestelle für alle Eisenbahnen auf der europäischen Seite und Ausgangspunkt für alle Züge in den asiatischen Teil des Landes, da keine Eisenbahnstrecke über den Bosporus führt. Von İIstanbul aus fahren Busse in alle wichtigen

Städte und Regionen des Landes

Zwischen den beiden Kontinenten kreuzen Autofähren und Passagierschiffe den Bosporus. Für den Kraftfahrtverkehr existieren zwei Hängebrücken, die 1973 eröffnete Boğgaziçi Köprüsü mit 1074m Länge (der Golden Gate Bridge in San Francisco nachempfunden) und die F.S.-Mehmet-Brücke mit 1090m, die 1988 dem Verkehr übergeben wurde. Beide Brücken gehören zu den längsten Hängebrücken Europas. Eine Autofahrt in İstanbul stellt auch heute noch ein Abenteuer dar, wenn man bedenkt, dass sich einige Millionen Fahrzeuge auf den Straßen bewegen.

Schaut man sich die Orte der Türkei an, in denen sich in den letzten Jahrzehnten Erdbeben ereignet haben, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis İIstanbul Opfer eines größeren Bebens wird, welches von Experten in den nächsten 30 Jahren erwartet wird. Die Folgen in der Metropole, die viele Schwarzbauten beherbergt, eine hohe Bevölkerungsdichte aufweist und deren Gassen und Marktstraßen oft ziemlich eng bemessen sind, dürften verheerend sein. Bei Bränden aufgrund von austretendem Gas könnte die Feuerwehr und anderweitige Hilfe niemals in die betroffenen Gebiete gelangen. Das gilt natürlich nicht für alle Teile İIstanbuls.

İIstanbul hat sich bereits viermal für die Olympischen Sommerspiele der Jahre 2000, 2004, 2008 und 2012 beworben. Doch den Zuschlag erhielten die anderen Bewerber Sydney, Athen und Peking. Der vierte Anlauf war die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012, bei denen auch die Städte London, Paris, New York, Rio de Janeiro, Moskau, Madrid, Havanna und der deutsche Bewerber Leipzig ihr Interesse zeigten. Istanbul schied aber wiederum in der Vorrunde aus. Das Olympiastadion und das Olympische Dorf sollten laut Bewerbung 45 Autominuten von der Innenstadt entfernt sein. Die Kosten für neue Sportstätten auf 401 Millionen Euro beliefen sich, für das Dorf auf 57 Millionen Euro, nach einem Olympiagesetz aus dem Jahre 1992 übernahm die Regierung die vollen Kosten. Istanbul warb mit dem Slogan "Let's meet where the continents meet." ("Laßt uns treffen, wo sich die Kontinente treffen") für die Völkerverständigung zwischen Europa und Asien. Dennoch war die Stadt von Anfang an Außenseiter beim IOC, da es Sicherheitsbedenken gab. Für 2008 und 2012 kam noch die Nähe zu Athen, dem Austragungsort 2004, als Negativmerkmal dazu.

 

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