

Oman
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Politische Beziehungen
Deutschland genießt in Oman großes Ansehen. Die politischen Beziehungen sind freundschaftlich und problemlos. Bundespräsident von Weizsäcker besuchte im September 1993 das Sultanat.
Die Außenpolitik Omans hat sowohl in ihrer grundsätzlichen Konzeption (Spannungsabbau, Konfliktbereinigung, Friedenssicherung) wie in der Haltung zu den großen Konflikten der Region große Übereinstimmungen mit der von Deutschland verfolgten Politik.
Die erste offizielle Reise omanischer Parlamentarier - Mitglieder der Madschlis al- Schura - führte im Mai 1993 nach Deutschland. Abgeordnete des Deutschen Bundestages haben mehrfach (zuletzt im Februar 2002) Oman besucht.
Wirtschaftsbeziehungen
Es bestehen folgende bilaterale Abkommen:
· Abkommen vom 25.11.1978 über die Entwicklung der wirtschaftlichen und industriellen Zusammenarbeit
· Investitionsförderungsvertrag (unterzeichnet am 25.06.1979, in Kraft getreten am 4.2.1986)
· Luftverkehrsabkommen (paraphiert am 05.12.1998)
· Doppelbesteuerungsabkommen (paraphiert am 12.04.2002)
Die Tätigkeit deutscher Firmen in Oman seit den sechziger Jahren hat erfolgreich zum Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur im Sultanat beigetragen und ein beachtliches Vertrauenskapital geschaffen.
Deutschland gehört seit jeher zu den wichtigen Wirtschaftspartnern Omans und nimmt seit Jahren als Lieferant den 5. Platz ein, hinter den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Japan, Großbritannien und den USA. Die deutschen Ausfuhren hatten 2002 einen Wert von rund 274 Mio EUR, wichtigste Produkte sind neben Kraftfahrzeugen Maschinen und Fabrikationsanlagen. Es ist davon auszugehen, dass der tatsächliche Exportwert höher liegt, da ein Teil der deutschen Exporte über die VAE nach Oman gelangt.
Omanische Ausfuhren nach Deutschland beliefen sich 2002 auf knapp 10 Mio EUR. Deutschland ist kein unmittelbarer Abnehmer von omanischem Öl und Gas.
Die 1978 konstituierte gemeinsame deutsch-omanische Wirtschaftskommission ist seither achtmal zusammengetreten (zuletzt im April 2001 in Berlin).
Die von Oman erhofften Investitionen deutscher Unternehmen, die durch Bereitstellung von Know-how und Kapital zum industriellen Aufbau des Landes beitragen, haben bislang keinen nennenswerten Umfang erreicht. Deutsche Firmen sind allerdings sowohl an den anstehenden industriellen Großprojekten beteiligt wie auch an kleineren Vorhaben (z.B. Müllentsorgung, Wasseraufbereitung) grundsätzlich interessiert.
Für omanische Geschäftsleute ist Deutschland in den vergangenen Jahren der weltweit wichtigste Messeplatz geworden.
Zahlreiche omanische Patienten kommen zur medizinischen Behandlung nach Deutschland.
Die wachsende Zahl deutscher Touristen (nach omanischen Angaben 22.000 im Jahr 2002) schlägt sich in der bilateralen Leistungsbilanz zugunsten Omans nieder. Die Entwicklungen nach den Anschlägen am 11. September 2001, die SARS-Krise und der Irak-Krieg im Frühjahr 2003 haben den Wachstumstrend vorläufig unterbrochen.
Kulturelle Beziehungen
Es gibt kein bilaterales Kulturabkommen und keine deutschen kulturellen Institutionen in Oman. Unsere Kulturarbeit in Oman richtet sich auf die Vermittlung von Kontakten zwischen der 1986 gegründeten Sultan-Qabus-Universität und deutschen Universitäten, die Organisation von Veranstaltungen deutscher Künstler und die wissenschaftliche Zusammenarbeit, insbesondere die Förderung der Aufenthalte von Wissenschaftlern . Von 1996 bis 2000 unterstützte das Auswärtige Amt die Errichtung eines archäologischen Parks in al-Balid bei Salalah mit rund 150.000 Euro.
Seit Herbst 1991 bietet die Botschaft deutsche Sprachkurse an, seit September 2003 erstmals auch einen Fortgeschrittenenkurs.
Schwerpunkte der bilateralen Kulturbeziehungen sind die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit, insbesondere die Zusammenarbeit mit Hochschulministerium und „Ministry of Heritage und Culture" sowie die deutscher Universitäten mit der Sultan-Qabus-Universität, die Förderung der beruflichen Bildung durch iMove/BMBF und die Zusammenarbeit von GTZ/DIHK mit dem Ministry of Manpower.Seit September 2003 erfolgt an der Sultan-Qabus-Universität die Einführung von Deutschunterricht an der Philosophischen Fakultät, im Fachbereich Tourismus und als "Electives" (Wahlfach mit "credits").
Die Sportbeziehungen beschränken sich bisher auf den Bereich Fußball. Nach dem erfolgreichen Besuch der DFB-Nationalmannschaft im Februar 1998 besuchten verschiedene Auswahlmannschaften Oman: Im Februar und im September 1999 reiste eine Jugend-Auswahlmannschaft des DFB zu 3 Freundschaftsspielen nach Maskat; eine bayerische Auswahl reiste im Januar 2000 nach Oman. Eine omanische Jugend-Auswahl kam zum Gegenbesuch im Sommer 2000 nach Deutschland. Hauptstadt ist Muskat.
Am 04.09.1992 wurde in Bonn die Deutsch-Omanische Gesellschaft gegründet, die sich dem Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und der Förderung der Zusammenarbeit auf kulturellem, wirtschaftlichem, wissenschaftlichem und sportlichem Gebiet widmet. Der Sitz der Gesellschaft ist Berlin.
Quelle - auswärtiges Amt