

Qatar
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Politische Beziehungen
Die Beziehungen von Qatar zur Bundesrepublik Deutschland sind traditionell gut. Eine Intensivierung wird von Qatar insbesondere unter wirtschaftlichen Aspekten angestrebt (deutsches Know-how für Aufbau einheimischer Industrie), wobei das Engagement deutscher Firmen in Joint Ventures gewünscht wird. Dies machte auch der Emir bei seinem Staatsbesuch in Deutschland im Mai 1999 sowie den Gesprächen mit dem Bundeskanzler im November 2000 in Berlin deutlich. Der Gegenbesuch des Bundespräsidenten in Qatar im Februar 2001 hat die bilateralen Beziehungen weiter vertieft.
Wirtschaftliche Beziehungen
Der Investitionsförderungs- und -schutzvertrag und das Luftverkehrsabkommen von 1996 sind seit Januar 1999 in Kraft.
Der deutsche Außenhandel mit Katar entwickelt sich von Jahr zu Jahr positiver. Nach der deutschen Außenhandelsstatistik wurden im Jahr 2000 für ca. 235 Mio. Euro Waren nach Katar geliefert, ein Anstieg gegenüber 1999 von rund 60 %. Die Einfuhren aus Katar betrugen 12,5 Mio. Euro. Deutsche Hauptausfuhrgüter nach Katar sind Maschinen, Kraftfahrzeuge sowie elektrotechnische Erzeugnisse.
Seit September 1999 betreut die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Rahmen eines Drittgeschäftes mit drei entsandten Experten ein Berufsbildungszentrum (Secondary School for Industrial Technology) in Doha.
Kulturelle Beziehungen
Die Bundesrepublik Deutschland erfreut sich, insbesondere was Lehre und Forschung anlangt, eines guten Rufs. Die rege Inanspruchnahme deutscher medizinischer Einrichtungen durch - auch auf staatliche Kosten - zur Behandlung ins Ausland geschickte Katarer unterstreicht dies. Einige katarische Ärzte befinden sich mit staatlichen Stipendien zur Facharztausbildung in Deutschland. Zwischen dem einzigen Krankenhaus Katars, der Hamad Medical Corporation, und der Universitätsklinik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt wurde am 22.01.2001 ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, das die Grundlage für eine breite Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Ausbildung bietet.
Nachteilig bemerkbar macht sich, dass Deutschland in Katar kein Kulturinstitut unterhält und somit vor Ort keine Möglichkeit zum Erlernen der deutschen Sprache besteht. Für katarische Studenten, für die deutsche Hochschulen durchaus attraktiv sein könnten, bestehen daher sprachliche Hinderungsgründe.
Quelle - auswärtiges Amt