Syrien

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Politische Beziehungen

Die gesamte Bandbreite der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Syrien hat sich seit dem Amtsantritt des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad deutlich belebt. Die hohe Wertschätzung guter Beziehungen zu Deutschland wird in der syrischen Politik deutlich. Für die deutsche Entwicklungspolitische Zusammenarbeit (EZ) ist Syrien nun wieder Partnerland.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die Handelsbilanz 2003 weist einen Überschuss zugunsten Syriens von knapp 800 Mio EUR auf. Im Jahr 2003 exportierte Deutschland Waren nach Syrien im Wert von 486 Mio. EUR. Deutschland importierte aus Syrien im gleichen Zeitraum Waren für 1,267 Mrd. EUR. Deutschland ist für Syrien das wichtigste Lieferland (elektronische Erzeugnisse, Maschinen, chemische Produkte und Kraftfahrzeuge). Aus deutscher Sicht nahm Syrien unter den Lieferländern 2003 den 41. Rang und unter den Abnehmerländern den 70. Rang ein. Bei den deutschen Einfuhren spielt Erdöl nach wie vor mit mehr als 90% die wichtigste Rolle. Daraus resultiert auch der Handelsbilanzüberschuss für Syrien. Seit 2001 sind Hermesdeckungen für Syrien wieder möglich. Neuere Zahlen liegen bislang leider nicht vor.

Kulturaustausch

Grundlage für die kulturelle Zusammenarbeit ist das 1959 mit der damaligen Vereinigten Arabischen Republik abgeschlossene Kulturabkommen. Im Juni 2003 wurde ein weiteres Durchführungsprotokoll vereinbart. Die Kooperation im Hochschul- und Wissenschaftsbereich bildet, zusammen mit dem Kulturerhaltungsprogramm und dem klassischen Kulturaustausch (Konzerte, Ausstellungen etc.), den Schwerpunkt der bilateralen Kulturbeziehungen. Dabei sind die kulturellen Aktionsmöglichkeiten beträchtlich, da viele Syrer in der DDR oder in der Bundesrepublik Deutschland studiert haben und über gute Deutschkenntnisse verfügen.

Das 1979 wiedereröffnete Goethe-Institut behauptet dank reichhaltiger und vielfältiger Aktivitäten einen festen Platz im Damaszener Kulturleben. Die Nachfrage nach deutschem Sprachunterricht steigt.

Deutschunterricht wird an syrischen Schulen nicht erteilt. An der Universität Aleppo konnte mit Hilfe eines Lektors des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein "Deutsches Informations- und Studienzentrum" eingerichtet und der Deutschunterricht weiter ausgebaut werden. Auch an der Universität Damaskus wurde im Oktober 2003 ein ausbaufähiges Deutsch-Zentrum eingerichtet.

Im selben Gebäude wie das Goethe-Institut ist die Außenstelle der Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) untergebracht. Das DAI in Damaskus wurde 1980 gegründet. Es widmet sich der Erforschung archäologischer Denkmäler von den frühen Hochkulturen bis zu den islamischen Epochen und betreibt eine umfangreiche Forschungstätigkeit mit zahlreichen Grabungskampagnen in verschiedenen Regionen Syriens, Jordaniens und des Libanons.

Quelle - auswärtiges Amt